Friedhof Dickenreishausen

I. Allgemeine Bestimmungen

§ 1 Bezeichnung und Zweck des Friedhofs

  1.    Der Friedhof in Dickenreishausen steht im Eigentum und der

Verwaltung der Kirchenstiftung Dickenreishausen.

  1.    Der Friedhof ist eine öffentliche Einrichtung und dient der

Bestattung aller Personen, die im Bereich der Gemeinde

Dickenreishausen ihren Hauptwohnsitz hatten oder vor ihrem

Tode auf ihm ein Grabnutzungsrecht erworben hatten.

Im Übrigen können Auswärtige Grab- und Bestattungsrechte auf dem Friedhof nur mit Genehmigung des Kirchenvorstandes erwerben.

 

§ 2 Verwaltung des Friedhofes

Die Verwaltung und Aufsicht über den Friedhof führte der Kirchen-

vorstand. Er überträgt Verwaltung und Beaufsichtigung dem Evang.-

Luth. Pfarramt Dickenreishausen.

 

II. Ordnungsvorschriften

§ 3 Ordnung auf dem Friedhof

  1.   Der Friedhof ist vom Tagesanbruch bis zum Einbruch der

Dunkelheit für den Besuch geöffnet. Der öffentliche Kirchen-

weg fällt nicht unter diese Bestimmung.

  1.   Die Besucher haben sich ruhig und dem Ernst des Ortes ent-

       sprechend zu verhalten. Kinder unter 6 Jahren dürfen auf den

       Friedhof nur in Begleitung von Erwachsenen.

  1.    Nicht gestattet ist insbesondere:
    1. fremde Grabstätten und die Friedhofsanlagen außerhalb der

    Wege zu betreten, zu beschädigen oder zu verunreinigen,

 

    1.  Abraum und Kehricht außerhalb der dafür vorgesehenen Plätze

    abzulegen,

    1.  Gegenstände von den Gräbern und Anlage wegzunehmen,
    2.  der Aufenthalt unbeteiligter Zuschauer bei Beerdigungen,

 

 

    1.  dass Befahren der Wege mit Fahrzeugen aller Art, soweit nicht

    eine besondere Genehmigung erteilt ist,

 

    1. das Rauchen auf dem Friedhof,

 

    1.  das Feilbieten von Waren aller Art, sowie Anbieten gewerblicher

    Dienste,

 

    1.  das Mitnehmen von Hunden auf den Friedhof,

 

    1. Arbeiten an Gräbern während einer Trauerfeier in unmittelbarer Nähe.

 

§ 4 Veranstaltung von Trauerfeiern

  1.    Bei kirchlichen Begräbnisfeiern sind Ansprachen und Nachrufe im Gottesacker, die nicht Bestandteil der kirchlichen Handlung sind, erst nach Vereinbarung mit dem amtierenden Geistlichen zulässig.
  2.    Die Beisetzung Andersgläubiger ist unter den für sie üblichen         Formen gestattet.
  1.    Trauerfeiern, die ohne Mitwirkung eines Pfarrers auf dem Friedhof abgehalten werden, müssen der Würde des Ortes entsprechen und dürfen das christliche Empfinden nicht verletzen. Sie dürfen vor allem keine Ausführungen enthalten, die als Angriff auf die Kirche, ihre Lehre, ihre Gebräuche oder ihre Diener empfunden werden können. 
  1.    Die Friedhofsverwaltung ist berechtigt, die Veranstaltung von Trauerfeiern, soweit sie neben dem Ritus der Religionsgemeinschaft vorgesehen sind, ganz oder teilweise (Ansprachen, Lieder, usw.) von ihrer Genehmigung abhängig zu machen. Bei Mitwirkung von nichtkirchlichen Musikvereinigungen ist immer rechtzeitig um Genehmigung nachzusuchen.

 

§ 5 Gewerbliche Arbeiten auf dem Friedhof

  1.    Steinhauer dürfen auf dem Friedhof gewerbliche Arbeiten nur

       ausführen, wenn sie vom Kirchenvorstand zugelassen sind.

 

  1.    Die Zulassung wird solchen Gewerbetreibenden erteilt, die per-

        sönlich geeignet sind und eine ordnungsgemäße Berufsaus-

        bildung nachweisen können. Die Zulassung kann widerrufen

        werden, wenn die Voraussetzungen, unter denen sie erteilt ist,

        fortgefallen sind.

 

  1.    Die Ausführung gewerblicher Arbeiten ist jeweils vorher der

        Friedhofsverwaltung anzuzeigen. Die Berechtigung zur Vornahme

        der Arbeiten ist auf Verlangen durch schriftliches Einverständnis des

        Grabinhabers nachzuweisen.

 

  1.     An Sonn- und Feiertagen sind gewerbliche Arbeiten auf dem

        Friedhof untersagt.

 

§ 6 Durchführung der Anordnungen

 

  1.    Den Anordnungen der mit der Aufsicht betrauten Personen ist

        Folge zu leisten.

 

  1.    Zuwiderhandelnde können vom Friedhof verwiesen werden und

        setzen sich strafrechtlicher Verfolgungen aus. Gewerbetreiben-

        den kann in diesem Fall das Arbeiten auf dem Friedhof unter-

        sagt und die Zulassung zeitweise oder dauernd entzogen

        werden.

 

 

III. Bestattungsvorschriften

 

§ 7 Anmeldung der Beerdigung

 

Jede Beerdigung ist unverzüglich beim zuständigen Pfarramt unter Vorlegung des standesamtlichen Beerdigungsscheines, der Ein-äscherungsurkunde oder der Genehmigung der zuständigen Ordnungs-behörde anzumelden. Danach wird im Einvernehmen mit der Friedhofsverwaltung Tag und Stunde der Beerdigung festgesetzt.

 

§ 8 Zuweisung der Grabstätten

 

  1.    Grabstätten werden in der Regel nur bei einem Todesfall zuge-

        wiesen. Über Ausnahmen entscheidet der Kirchenvorstand.

 

  1.    Eine Reservierung von Gräbern ist möglich. Für eine Reser-

       vierung fallen die entsprechenden Grabgebühren an.

 

  1.    Bei Antrag auf Nutzung eines standardisierten Urnengrabes werden

       die Gebühren bei der Beantragung fällig.

 

§ 9 Verleihung des Nutzungsrechtes

 

  1.    Mit der Überlassung einer Grabstätte und der Zahlung der

        gesetzten Gebühren wird dem Berechtigten das Recht ver-

        liehen, die Grabstätte nach Maßgabe der jeweiligen Friedhofs-

        ordnung zu nutzen.

 

  1.    Über die Verleihung der Nutzungsrechte wird dem Berechtigten

        eine Urkunde ausgestellt und mit der Friedhofsordnung über-

        geben. Die Verleihung des Nutzungsrechts an Reihengrab-

        stellen kann auch formlos erfolgen.

 

  1.    Soll die Beerdigung in einer vorhandenen Grabstätte stattfinden,

        so ist auf Verlangen der Nachweis der Nutzungsberechtigung

        zu erbringen.

 

§ 10 Ausheben und Schließen eines Grabes

 

  1.    Ein Grab darf nur vom Totengräber oder von solchen Hilfs-

       kräften ausgehoben und geschlossen werden, die damit von

       zuständiger Stelle beauftragt sind.

 

  1.    Die bei dem Ausheben eines Grabes aufgefundenen Reste

        einer früheren Bestattung werden auf dem Boden der Grab-

        stätte eingegraben.

 

§ 11 Tiefe eines Grabes

 

  1.    Bei Erdbestattungen werden die Gräber verschieden tief ange-

        legt und dabei folgende Maße eingehalten:       

    

  1. 1,80 m für Erwachsene
  2. 1,30 m für Kinder unter 12 Jahren
  3. 1,10 m für Kinder unter 7 Jahren
  4. 0,80 m für Kinder unter 2 Jahren

 

  1.    Aschenurnen werden unterirdisch beigesetzt, und zwar in

        0,80 m Tiefe.

 

 

 

§ 12 Größe der Gräber

 

 

  1.    Bei Anlage der Gräber für Erdbestattungen werden folgende

        Maße eingehalten:

        a) Gräber für Kinder bis zu 5 Jahren:

            Länge 1,20 m, Breite 0,60 m, Abstand 0,30 m

        b) Gräber für Personen über 5 Jahre:

            Länge 2,10 m, Breite 0,90 m, Abstand 0,30 m

 

  1.    Werden Aschenurnen in besonderen Feldern beigesetzt, so ist

        für ein Urnengrab ein Platz von 0,60 m Breite und 0,90 m Länge

        vorzusehen.

 

§ 13 Ruhezeit

 

 

  1.    Die allgemeine Ruhezeit beträgt 20 Jahre, für verstorbene

        Kinder bis zu 5 Jahren 10 Jahre, für Aschenurnen 10 Jahre.

 

  1.    Bei der Errichtung von liegenden Grabmalen (sog. Grabplatten)

        erhöht sich aufgrund der längeren Verwesungsdauer die Ruhe-

        zeit auf 30 Jahre.

 

§ 14 Belegung

 

 

  1.    Jedes Grab darf innerhalb der Ruhezeit nur mit einer Leiche   

        belegt werden.

 

  1.    Ausnahmen bedürfen der Genehmigung des Kirchenvor-

        standes und der zuständigen Ordnungsbehörde.

 

  1.    Für die Beisetzung von Aschenurnen in belegten Gräbern

       gelten besondere Bestimmungen (vgl. § 25 Abs. 2 u. 3).

 

§ 15 Umbettung

 

Abgesehen von einer gerichtlich angeordneten Ausgrabung; dürfen Umbettungen nur mit Genehmigung des Kirchenvorstandes und unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften vorgenommen werden.

 

 

§ 16 Registerführung

 

Über alle Gräber und Beerdigungen werden ein chronologisches Grabregister und ein Belegplan geführt.

 

 

 IV. Grabstätten

 

§ 17 Einteilung der Gräber

 

Die Gräber werden angelegt:

       1. als Reihengräber für Erdbestattungen,

       2. als Wahlgräber für Erdbestattungen (Familiendoppelgräber),

       3. als Reihengräber für Urnenbeisetzungen

       4. als standardisierte Gräber für Urnenbeisetzungen

 

1. Reihengräber (Einzelgrabstätten)

 

§ 18 Nutzungsrecht

 

  1.    Einzelgrabstätten werden nach Vereinbarung an den zuge-

        wiesenen Orten vergeben.

 

  1.    Eine Verlängerung des Nutzungsrechts um 5 oder 10 Jahre ist

        möglich.

 

 

2. Wahlgräber (Familiengrabstätten)

 

§ 19 Nutzungsrechte

 

  1.    Wahlgräber sind Grabstellen, die auf Wunsch als Familien-

        doppelgrab für eine Nutzungszeit von 20 Jahren abgegeben

        werden.

 

  1.    Für Familiengräber bestehen folgende Maße:

        2,10 m x 1,80 m.

 

  1.    In den Familiengräbern können der Berechtigte und seine Ange-

        hörigen bestattet werden. Die Beisetzung anderer Personen

        bedarf der Genehmigung des Kirchenvorstandes.

        Als Angehörige gelten:

        a) Ehegatten,

b) Verwandte auf– und absteigender Linie, angenommene Kinder

    und Geschwister,

        c) die Ehegatten der unter b) bezeichneten Personen und

            Verlobte.

 

  1.    Das Nutzungsrecht kann nicht an Dritte übertragen werden.

       Ausnahmen bedürfen der Genehmigung des Kirchenvorstandes.

 

  1.   Das Nutzungsrecht ist vererblich, aber unteilbar. Tritt der Erbfall

 ein und ist der Rechtsnachfolger für das Nutzungsrecht an dem

 Wahlgrab unter mehreren Miterben nicht festgelegt, so bestim-

 men die Miterben innerhalb eines Jahres, spätestens aber vor der

 nächsten Benutzung den Nutzungsberechtigten.

       Solange der Berechtigte noch nicht feststeht, kann der Inhaber

       der Verleihungsurkunde als berechtigt angesehen werden.

 

       Der neue Nutzungsberechtigte hat innerhalb von sechs Monaten

       nach Feststellung seiner Nutzungsberechtigung die ordnungs-

       gemäße Umschreibung auf seinen Namen zu beantragen.

       Kommt er einer schriftlichen oder öffentlichen Aufforderung auf

       Umschreibung innerhalb der gestellten Frist nicht nach, so fällt

       die Grabstätte ohne Entschädigung an die Kirchenstiftung

       zurück.

 

  1.    Hinterlässt der Berechtigte keine Erben, oder kann unter

       mehreren Erben eine Einigung über den Berechtigten nicht

       erzielt werden, so ist – falls ein Rechtsstreit zwischen den

       Erben nicht in Betracht kommt – der Kirchenvorstand be-

       rechtigt, diesen endgültig zu bestimmen oder nach den bei

       Erlöschen des Nutzungsrechts geltenden Vorschriften

       (§ 22 Abs. 2) zu verfahren.

 

  1.    Angehörigen der Verstorbenen darf bei einem Wechsel des

       Berechtigten der Zutritt zu der Grabstätte und die Pflege der-

       selben nicht verwehrt werden. Die einheitliche Gestaltung der

       Grabstätte darf dadurch nicht geändert oder gestört werden.

 

§ 20 Verlängerung des Nutzungsrechtes

 

  1.    Das Nutzungsrecht kann gegen Zahlung der festgelegten Ge-

        bühr jeweils um 10 oder 20 Jahre verlängert werden.

 

  1.    Wird bei späteren Beisetzungen die Nutzungszeit durch die

       Ruhezeit (§13) überschritten, so ist vor der Beisetzung die

       notwendig gewordene Verlängerung des Nutzungsrechts zu

       beantragen.

 

  1.    Die Verlängerung muss jeweils für die gesamte Grabbreite

bewirkt werden.

 

  1.    Der Berechtigte ist verpflichtet, für eine rechtzeitige Ver-

        längerung zu sorgen.

 

§ 21 Erlöschen des Nutzungsrechts

 

  1.    Wird das Nutzungsrecht nicht verlängert, so erlischt es nach Ab-

        lauf der Nutzungszeit.

 

  1.    Nach Erlöschen des Nutzungsrechts fällt die Grabstätte an die

       Kirchenstiftung zurück. Die Friedhofsverwaltung kann über sie

       nach Ablauf der Ruhezeit des zuletzt Bestatteten anderweitig

       verfügen. Nicht entfernte Grabmale und sonstige Ausstattungs-

       gegenstände gehen nach dieser Zeit ohne Entschädigung in das

       Eigentum der Kirchenstiftung über.

       Hierauf soll vorher schriftlich oder durch ortsübliche Bekannt-

       machung hingewiesen werden.

 

§ 22 Wiederbelegung

 

  1.    Wahlgräber können nach Ablauf der Ruhezeit wieder belegt

        werden.

 

  1.    Wird bei einer Wiederbelegung einer Grabstelle die Nutzungs-

       zeit durch die Ruhezeit überschritten, gilt § 21 sinngemäß.

 

§ 23 Rückerwerb

 

Die Kirchenstiftung kann das Nutzungsrecht an einer Grabstätte oder an einzelnen Gräbern auf Antrag des Berechtigten zurücknehmen. Sofern dafür eine Entschädigung gezahlt werden soll, richtet sich diese nach der noch nicht abgelaufenen Nutzungszeit und der Verwendungsmöglichkeit dieser Gräber.

 

3. Urnengräber

 

§ 24 Beisetzung

 

 

  1.    In Urnen- und Einzelgräber können je Grabbreite bis zu 2

       Urnen, in Wahlgräbern bis zu 5 Urnen beigesetzt werden.

       Standardisierte Urnengräber werden nur mit einer Urne belegt.

 

  1.    Eine Beisetzung der Urne in einem Einzelgrab ist nur zulässig,

        wenn die Ruhezeit nicht überschritten wird oder bei gleich-

        zeitiger Verlängerung des Nutzungsrechtes um die Anzahl von

        Jahren die es zu einer vollständigen Ruhezeit von Aschen be-

        darf (§ 13).

 

  1.    Es dürfen nur Urnen aus biologisch abbaubaren Material ver-

        wendet werden. Die Verwendung nicht verrottbarer Urnen be-

        darf der Genehmigung durch den Friedhofsträger.

 

  1.    Für die Aufnahme einer Urne in einer belegten Grabstelle wird

       eine besondere Gebühr erhoben.

 

 

§ 25 Standard-Urnengräber

 

  1.    Standardisierte Urnengräber sind Grabstätten, die der Reihe nach

belegt und erst im Todesfall für die Dauer der Ruhezeit zur Beisetzung einer Urne vergeben werden. Das Nutzungsrecht kann vor dem Todesfall beantragt werden.

 

  1.    Auf den Gräber wird als Grabmal ein Findling angebracht, der

Name, Geburts- und Sterbejahr des Verstorbenen enthält. Um ein einheitliches Erscheinungsbild zu gewährleisten, erfolgt die Anfertigung der Grabmale durch einen vom Friedhofsträger beauftragten Handwerksmeister nach den Vorgaben des Friedhofsträgers.

 

  1.    Die Gräber werden vom Friedhofsträger oder durch einen von

ihm beauftragten Dritten dem Gelände angepasst und mit Rasen angesät. Die Rasenflächen werden vom Friedhofsträger gepflegt.

 

  1.    Eine individuelle Gestaltung ist nicht möglich. Grabschmuck

darf nicht abgelegt werden.

 

§ 26 Nutzungsrecht

 

  1.    Für das Nutzungsrecht an Urnengräbern finden die Vorschriften über

       Reihen- und Wahlgräber entsprechend Anwendungen.

  1.    Für standardisierte Urnengräber wird keine Urkunde über die

        Nutzungsberechtigung ausgestellt. Eine Verlängerung der

        Nutzungsdauer ist nicht möglich.

 

 

V. Kirche und Friedhofshalle

 

§ 27   Benutzung der Kirche

 

  1.    Die Benutzung der Kirche ist für die kirchliche Feier bei der

        Beerdigung von Gliedern der evangelischen Kirche bestimmt.

 

  1.    Die Benutzung des Kirchengebäudes durch eine andere Kirche, die

        Mitglied der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen ist, ist zulässig.

 

§ 28 Benutzung der Friedhofshalle

 

  1.    Die Friedhofshalle dient zur Aufnahme der Verstorbenen bis zu

        ihrer Beerdigung und für Trauerfeiern besonderer Art wie unter

        § 27 (4) angegeben.

 

  1.    Das Öffnen und Schließen der Leichenhalle sowie der Särge

       darf nur von dem Beauftragten der Friedhofsverwaltung vorge-

       nommen werden.

       Das Öffnen der Särge erfolgt auf Wunsch der Angehörigen, so-

       fern in gesundheitlicher Hinsicht oder auf sonstigen Gründen

       keine Bedenken dagegen vorliegen.

 

  1.    Die Särge der an anzeigepflichtigen und ansteckenden Krank-

       heiten Verstorbenen sowie Särge, die von auswärts kommen,      

       dürfen nur mit Genehmigung des zuständigen Amtsarztes ge-

       öffnet werden.

 

 

 

 

§ 29 Ausschmückung

 

Die Ausschmückung der Kirche und Friedhofshalle kann sich der Kirchenvorstand vorbehalten.

 

 

VI. Schlussbestimmungen

 

§ 30 Grabmal- und Bepflanzungsordnung

 

  1.    Zur Sicherung einer christlichen Grabmalkultur und einer

        einheitlichen Gestaltung des Friedhofs hat der Kirchenvorstand

        eine besondere Grabmal- und Bepflanzungsordnung erlassen.

        Sie ist Bestandteil dieser Ordnung und für alle, die auf dem

        Friedhof ein Grabnutzungsrecht erwerben oder erworben

        haben, verbindlich.

 

  1.    Wird von einer Übergabe der Grabmal- und Bepflanzungs-

        ordnung abgesehen, so kann sie im Pfarramt während der

        Dienststunden eingesehen werden.

 

§ 31 Friedhofsgebühren

 

Für die Erhebung der Gebühren ist die jeweilige Friedhofsgebühren-

Ordnung maßgebend. Die Gebühren sind an die Friedhofsverwaltung im Voraus zu entrichten.

 

§ 32 Inkrafttreten

 

  1.    Diese Friedhofsordnung tritt nach ihrer aufsichtlichen Ge-

       nehmigung mit ihrer Bekanntmachung in Kraft. Sie kann jeder-

       zeit mit aufsichtlicher Genehmigung ergänzt und abgeändert

       werden.

 

  1.    Mit dem gleichen Tage treten alle bisher für den Friedhof er-

        lassenen Bestimmungen außer Kraft.

 

Dickenreishausen, den 01.01.2019

 

DER KIRCHENVORSTAND

 

 

 

Friedhofsgebührenordnung

Laut Kirchenvorstandsbeschluss vom 05.11.2018

 

Anlage zur Friedhofsordnung des Friedhofs der Kirchen-

stiftung Dickenreishausen

1. Gebühr für die Benutzung der Friedhofshalle                                                                        70 €

2. Gebühr für die Friedhofspflege (pro Jahr)                                                                              30 €

3. Gebühren für die Grabstätten.

    a) Reihengrab für Personen über 5 Jahre                                                                            285 €

    b) Reihengrab für Personen unter 5 Jahre                                                                           210 €

    c) Familiendoppelgrab                                                                                                          450 €

    d) Urnengrab                                                                                                                        265 €

    e) Beisetzung einer Urne in einem vorhandenen Grab                                                          85 €

    f) standardisiertes Urnengrab                                                     1.150 €

                                                                                                                                                                

4. Verlängerung der Nutzungsfrist bei Familiendoppelgräber

    a) Ist die Nutzungszeit abgelaufen, kann auf Antrag die Nutzungs-              

        zeit um eine weitere verlängert werden. Es gilt die unter

        Ziffer 3c angegebene Gebühr.

 

5. Die Liegezeit bei einer Grabplatte verlängert sich auf 30 Jahren.

6. Gebühr bei Personen, die nicht ihren Hauptwohnsitz im Bereich

    der Gemeinde Dickenreishausen hatten: Hier wird zu anfallenden

    Gebühren ein Zuschlag von 50 % erhoben.

7. Die Gebühren sind im voraus zu entrichten.

 

Die Gebührenordnung tritt nach Bekanntmachung ab 1.6.2019 in Kraft.

 

Dickenreishausen, Januar 2019

 

 

 

 

Grabmal- und Bepflanzungsordnung

für den Friedhof der Kirchenstiftung Dickenreishausen zuletzt geändert 05.11.2018

 

(Anlage zur Friedhofsordnung vom 21.3.1984)

 

I. Grabmale

 

§ 1

 

  1.    Gegenstände, die zur Ausstattung der Grabstätten auf dem Fried-

hof dienen – in folgendem kurz als Grabmale bezeichnet -,   dürfen nur mit Genehmigung der Friedhofsverwaltung aufgestellt werden.

 

  1.    Mit dem Erlaubnisgesuch ist bei der Friedhofsverwaltung eine

Zeichnung in Aktenblattgröße einzureichen. Diese muss die beabsichtigte Gestaltung nach Grundriss, Vorder- und Seitenansicht im Maßstab von mindestens 1:10 erkennen lassen und den Namen des Verfertigers, des Verstorbenen, des Grabnutzungs-berechtigten und des Auftraggebers enthalten, falls dieser nicht der Grabnutzungsberechtigte ist. Ferner ist die Inschrift des Grabmals anzugeben. Die Hauptmaße sind einzuschreiben und die in Verwendung kommenden Werkstoffe genau zu bezeichnen.

Auf Verlangen der Friedhofsverwaltung sind Zeichnungen von Einzelheiten des Grabmals, bei Bildhauerarbeiten auch Modelle und Werkstoffproben vorzulegen.

 

  1.    Unter die vorstehenden Bestimmungen fallen nicht: Kränze,

        Naturblumen und gärtnerische Anlagen.

 

§ 2

 

  1.    Das Gesuch um Erlaubnis zur Aufstellung soll rechtzeitig, d. h.

        vor Auftragserteilung an die Lieferfirma, eingereicht werden.

 

  1.    Wird ein Grabmal ohne Genehmigung errichtet oder entspricht

        es nicht dem genehmigten Entwurf, so kann es auf Kosten des

        Nutzungsberechtigten von der Friedhofsverwaltung entfernt

        werden.

 

  1.    Es ist verboten, den Friedhof zu betreten, um ein nicht ge-

        nehmigtes Grabmal zu errichten.

§ 3

 

Das Grabmal muss in Form und Werkstoff handwerklich gut ge-

staltet sein und sich harmonisch in das angestrebte Gesamtbild des

Friedhofs einordnen. Es muss den Größenverhältnissen der Grab-

stätte entsprechen und sich der Umgebung anpassen.

 

§ 4

 

  1.    Als Werkstoff für Grabmale kommen in erster Linie deutscher

        Naturstein, Eisen, Bronze und Hartholz in Betracht. Eisen und

        Holz sind unter dauerhaftem Anstrich zu halten.

 

  1.    Verbot von Grabsteinen aus ausbeuterischer Kinderarbeit

        Grabsteine und Grabeinfassungen aus Naturstein dürfen nur

        aufgestellt werden, wenn sie ohne Formen von

 Kinderarbeit im Sinne von Art. 3 des Übereinkommens Nr. 182 der Internationalen Arbeitsorganisation vom 17. Juni 1999 über das Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der Formen der Kinderarbeit (BGBl. 2001 II. S. 1290, 1291) hergestellt worden sind und hierfür ein Nachweis gemäß Art. 9a Abs. 2 BestG in der jeweils geltenden Fassung vorgelegt wird. Die Herstellung im Sinne dieser Vorschrift umfasst sämtliche Bearbeitungsschritte von der Gewinnung des Natursteins bis zum Endprodukt. Eines Nachweises gemäß Satz 1 bedarf es nicht, wenn der Letztveräußerer glaubhaft macht, dass die Grabsteine oder Grabeinfassungen aus Naturstein oder deren Rohmaterial vor dem 1. September 2016 in das Bundesgebiet eingeführt wurden.

 

  1.    Kunststein ist unerwünscht und nur in einwandfreier Herstellung

        zulässig. Ein Grabmal soll möglichst nur aus einheitlichem

        Material bestehen. Matt geschliffene farbige Steine

        verdienen unter den Hartsteinen den Vorzug.

        Sollten bei der Herstellung eines Grabmals verschiedene Werk-

        stoffe angewandt werden, so muss auch deren Zusammen-

        stellung ausdrücklich vom Kirchenvorstand genehmigt sein.

        Dasselbe gilt von Zutaten aus Eisen, Bronze und Keramik, wobei

        schablonenhafte Dutzendware grundsätzlich ausgeschlossen ist.

 

 

§ 5

 

Unpassend sind Nachbildungen von Felsen, Mauerwerk, Bauformen in Stein, Tropfstein, Gips, Zementmasse, Glasplatten, Blechformen aller Art, Porzellanfiguren, Lichtbilder aus Porzellan oder unter Glas, Holzkreuze mit aufgemalter Maserung.

 

§ 6

 

Die Größe der Grabmale hat sich nach Art und Größe der Grabstätte

zu richten, auf der es aufgestellt werden soll.

Erlaubte Abmessungen sind für:

Reihengräber (Einzelgrabstätten) 0,80 m breit/1,30 m hoch

Urnengräber 0,60 m breit/0,80 m hoch

Wahlgräber (Familiengrabstätten) 1,00 m breit/1,30 m hoch

                                                            1,20 m breit/1,15 m hoch

 

Abweichungen von diesen Richtmaßen sind in besonderen Fällen zulässig, wenn die Ansichtsfläche des Grabmals dadurch nicht über-

schritten wird und die entsprechenden Proportionen gewahrt bleiben. Zur Genehmigung ist eine künstlerische Stellungnahme einzureichen.

 

§ 7

 

  1.    Die Inschrift soll das Andenken an den Verstorbenen würdig be-

       wahren. Sie kann durch geeignete Zusätze erweitert und durch

       Zeichen und Sinnbilder ergänzt werden.

       Es ist verboten, an den Grabmalen etwas anzubringen, was in

       Widerspruch zu christlichen Anschauungen steht.

 

  1.    Die Inschrift des Grabmals soll als zierender Bestandteil des

       Ganzen wirken und gut verteilt sein.

       Glas-, Druck- und Sandgebläse-Inschriften sind nicht erwünscht.

 

§ 8

 

  1.    Jedes Grabmal muss entsprechend seiner Größe dauerhaft ge-

        gründet und in seinen Einzelheiten durch eine ausreichende

        Zahl Dübel und Anker von genügender Länge miteinander ver-

        bunden sein.

 

 

  1.    Alle Grabmale ab 1 m Höhe erhalten aus Sicherheitsgründen

       zweckmäßig Untermauerungen bis auf Frosttiefe (1m),

       während bis Grabsteinen unter 1 m eine Fundamentplatte ge-

       nügt.

 

  1.    Die Friedhofsverwaltung beauftragt eine geeignete Person mit

       der Herstellung der Fundamente und stellt die anfallenden Kos-

       ten dem Nutzungsberechtigten in Rechnung.

 

  1.    Nicht handwerksgerecht ausgeführte Untermauerungen müssen

       auf Weisung der Friedhofsverwaltung entfernt und fachgerecht

       erneuert werden.

 

§ 9

 

  1.    Die Nutzungsberechtigten haften für jeden Schaden, der infolge

        ihres Verschuldens durch Umfallen der Grabmale oder Ab-

        stürzen von Teilen verursacht wird, und haben den Zustand der

        Grabsteine laufend zu überwachen. Sie haben, wenn ein

        Schaden entsteht, diesen voll zu tragen.

 

  1.    Wenn die Friedhofverwaltung feststellt, dass die Grabmale nicht

        genügend gesichert sind, haben die Nutzungsberechtigten für

        sofortige Abhilfe zu sorgen. Bei Gefahr im Verzug kann die

        Friedhofsverwaltung verkehrsgefährdende Grabmale auf Kos-

        ten des Verfügungsberechtigten umlegen lassen.

        Wird das Grabmal trotz schriftlicher Aufforderung nicht ord-

        nungsgemäß wieder aufgestellt, so ist die Friedhofsverwaltung

        berechtigt, es auf Kosten des Verfügungsverberechtigten zu

        entfernen oder gegebenenfalls wieder aufstellen zu lassen.

 

  1.    Sind die Verfügungsberechtigten nicht bekannt oder nicht ohne

        weiteres zu ermitteln, so kann der Kirchenvorstand nach ent-

        sprechender ortsüblicher Bekanntmachung das Nötigste an-

        ordnen.

 

 

 

§ 10

 

Grabmale und deren Anlagen dürfen vor Ablauf der Ruhe- oder Nutzungszeit der Grabstätte nicht ohne Genehmigung des Kirchen-

vorstandes verändert oder entfernt werden. Dies gilt auch für

Firmen, die sich das Eigentum an dem Grabmal vorbehalten

haben.

 

 

II. Bepflanzung und Pflege der Gräber

 

§ 11

 

  1.    Die Gräber sind innerhalb von sechs Wochen nach ihrer Be-

        legung abzuräumen und aufzuhügeln. Die Grabhügel sollen im

        allgemeinen nicht über 10 cm hoch sein.

 

  1.    Die Grabstätten sind spätestens sechs Monate nach der ersten

        Beisetzung gärtnerisch anzulegen, zu bepflanzen und bis zum

        Ablauf der Ruhe- und Nutzungszeit instand zu halten.

        Geschieht dies trotz schriftlicher oder öffentlicher Aufforderung

        und angemessener Fristsetzung nicht, so können sie von der

        Friedhofsverwaltung eingeebnet und eingesät werden.

        Nach Ablauf der Ruhezeit kann über sie anderweitig verfügt

        werden.

 

§ 12

 

  1.    Die Gräber sind mit einheimischen Gewächsen zu bepflanzen.  

        Es ist davon abzusehen, Bäume und größere Sträucher auf

        Reihengräber anzupflanzen.

 

  1.    Familienbegräbnisplätze sind außer mit Blumen nur mit Lebens-

        bäumen oder ähnlichen Bäumen (Edel-, Nadelhölzer) zu be-

        pflanzen.

 

  1.    Alle gepflanzten Bäume und Sträucher gehen ohne Ent-

        schädigung in das Eigentum der Kirchenstiftung über. Sie

        dürfen nur mit Genehmigung der Friedhofsverwaltung be-

        seitigt oder verändert werden.

 

 

§ 13

 

  1.    Einfassungen dürfen nicht höher als 10 cm aus dem Erdreich

        herausragen.

 

  1.    Die Zwischenräume zwischen den Einfassungen der einzelnen

       Grabstätten werden von der Friedhofsverwaltung nicht gepflegt

       und können mit kleinkörnigem Kies verfüllt werden.

 

  1.    Es ist gestattet, die Familiengrabstätten mit Liguster- und

        Buchsbaumhecken zu umgeben, die eine Höhe von 60 cm

        nicht überschreiten dürfen und jederzeit gepflegt und be-

        schnitten sein müssen.

        Außerdem können statt allseitigen Einfassungen auch nur

        Begrenzungssteine zum Weg gesetzt werden und die

        Zwischenräume mit Schrittplatten gestaltet werden.

 

§ 14

 

  1.    Verwelkte Blumen und Bäume sind von den Gräbern zu ent-

        fernen.

 

  1.    Unwürdige Gefäße (Konservendosen und dgl.) für Blumen

        dürfen nicht aufgestellt werden.

 

  1.    Alle künstlichen Kränze und Sträuße auch Blech, Perlen, Glas-

       guss usw. sind unwürdig und deshalb verboten.

 

§ 15

 

Der Kirchenvorstand ist berechtigt, unzulässige Anpflanzungen oder Einfriedungen ohne Ersatzpflicht zu beseitigen.

 

 

III. Schlussbestimmungen

 

§ 16

 

  1.    Der Kirchenvorstand kann besondere Anweisungen für die Ge-

        staltung der Anlagen und Grabmale geben und ausnahmsweise

        Abweichungen von den vorstehenden Bestimmungen zulassen,

        wenn sich dies im Einzelfall wegen der Lage der Grabstätte,

        wegen ihrer Anpassung an die benachbarten Grabstätten oder

        wegen vorhandenen Grabschmucks als notwendig erweisen

        sollte.

 

  1.    Wenn der Kirchenvorstand in Einzelfällen Abweichungen von

        den vorstehenden Bestimmungen zulässt, so kann dagegen

        kein Einspruch erhoben oder darauf ein Anspruch gestützt

        werden, dass ähnliche Ausnahmen auch an anderer Stelle

        genehmigt werden müssten.

 

 

§ 17

 

Diese Grabmal- und Bepflanzungsordnung ist Bestandteil der

Friedhofsordnung.

Sie ist für alle, die auf dem Friedhof ein Grabnutzungsrecht haben,

verbindlich.

 

 

Dickenreishausen, den 01.01.2019

Evang.-Luth. Kirchenvorstand